Aktuelles Allgemein 24.09.2026

Japan: Rund 17.000 Haushalte in Chiba nach Taifun weiter ohne Strom

Nach Taifun Dujuan sind in Chiba weiterhin rund 17.000 Haushalte ohne Strom. Erdrutsche, umgestürzte Bäume und blockierte Straßen verzögern die Reparaturen.

Japan: Rund 17.000 Haushalte in Chiba nach Taifun weiter ohne Strom
Japan kämpft nach dem schweren Taifun weiter mit den Folgen für die Stromversorgung. In der Präfektur Chiba waren am 24. September 2026 gegen Mittag noch rund 17.000 Haushalte ohne Elektrizität. Tokyo Electric Power Company (TEPCO) arbeitet an der Wiederherstellung, doch in zahlreichen Gebieten erschweren Erdrutsche, umgestürzte Bäume und unpassierbare Straßen den Zugang zu beschädigten Leitungen und Masten. Für etwa 185 bis 190 betroffene Bereiche konnte deshalb zunächst kein verlässlicher Zeitpunkt für die vollständige Wiederherstellung genannt werden.

Die Ausfälle sind eine direkte Folge der schweren Unwetter durch Taifun Dujuan, in Japan als Taifun Nummer 25 geführt. Starke Regenfälle lösten Überschwemmungen und Erdrutsche aus, beschädigten Verkehrswege und trafen die Stromverteilung. Am 23. September waren nach Angaben von TEPCO noch mehr als 24.000 Haushalte in Chiba ohne Strom. Am folgenden Tag ging die Zahl deutlich zurück, blieb aber weiterhin im fünfstelligen Bereich. Für Gebiete, die von Reparaturteams erreichbar sind, strebt TEPCO eine Wiederherstellung bis zum 25. September an.

Besonders problematisch sind Orte, an denen Einsatzfahrzeuge wegen Erdrutschen, umgestürzter Bäume oder beschädigter Straßen nicht bis zu den Leitungen gelangen. Dort können Techniker den Schaden teilweise noch nicht vollständig prüfen. TEPCO setzte nach Medienberichten rund 1.800 Mitarbeiter für die Wiederherstellung ein und koordiniert die Arbeiten mit den betroffenen Gemeinden.

Der Taifun beeinträchtigte nicht nur das Stromnetz. Auch Bahnstrecken in Chiba wurden durch Wasser, Schlamm und beschädigte Infrastruktur unterbrochen. Teile des Bahnverkehrs konnten am 24. September wieder aufgenommen werden, auf anderen Strecken bestehen längere Einschränkungen. Das zeigt, wie ein schweres Unwetter gleichzeitig Strom, Verkehr, Kommunikation und die Erreichbarkeit von Reparaturstellen treffen kann.

Für Haushalte ist genau diese Kombination wichtig. Nach einem Sturm bedeutet ein Stromausfall nicht automatisch, dass lediglich ein Schalter im Netz wieder eingeschaltet werden muss. Wenn Bäume Leitungen beschädigen, Masten kippen oder Zufahrtswege blockiert sind, kann eine Reparatur viele Stunden oder Tage dauern. Wer nur mit einem kurzen Ausfall rechnet, unterschätzt deshalb die mögliche Dauer.

Hinzu kommt eine konkrete Gefahr nach dem Unwetter: herunterhängende oder abgerissene Stromleitungen können weiterhin unter Spannung stehen. TEPCO warnt ausdrücklich davor, sich beschädigten Leitungen oder Gegenständen zu nähern, die mit ihnen in Kontakt stehen. Dazu gehören auch Bäume, Metallzäune, Antennen oder Fahrzeuge. Sichtbar beschädigte Leitungen sollten niemals selbst bewegt oder freigeräumt werden.

Die aktuelle Lage in Chiba ist kein landesweiter Blackout. Es handelt sich um regionale, aber teils langwierige Ausfälle nach einem Naturereignis. Gerade deshalb ist der Fall für die Vorsorge relevant und für viele Haushalte realistischer als ein seltener landesweiter Netzzusammenbruch: Er zeigt, dass viele Stromausfälle nicht durch einen Zusammenbruch des gesamten Netzes entstehen, sondern durch lokale Schäden, die schwer erreichbar sind.

Für die eigene Vorbereitung bedeutet das: Batterielicht, geladene Powerbanks, ein Radio, Trinkwasser, haltbare Lebensmittel und notwendige Medikamente sollten für mehrere Tage verfügbar sein. Gleichzeitig braucht es einen Sicherheitsplan für den Bereich rund um das Haus. Nach Sturm oder Starkregen sollte niemand über herabhängende Kabel steigen, Äste von Leitungen entfernen oder durch überflutete Bereiche laufen, in denen elektrische Anlagen beschädigt sein könnten.

Stand: 24. September 2026. Quellen: Tokyo Electric Power Company, Nippon TV, FNN Prime Online, TV Asahi.