Ratgeber Allgemein 14.07.2026

S Baby im Blackout: So bliibt d Versorgig sicher

Babys bruuched bi eme Stromuusfall e bsunderi Vorbereitig. En eigete Vorrat für Nahrig, Hygiene, Wärme, sichere Schlaf und Medikament verhindert gfährlichi Improvisatione.

S Baby im Blackout: So bliibt d Versorgig sicher
En Stromuusfall isch für Erwachseni müehsam, für es Baby cha er aber innert churzer Zyt zu eme ernsthafte Versorgigsproblem werde. Fläschewärmer, Chüelschrank, Wasserkocher, Nachtliecht und Babyfon funktioniered plötzlich nümme. Gliichzytig bruucht en Säugling wiiterhin regelmässig Nahrig, e sauberi Umgebig, passend Temperatuure und verlässligi Betreuig. D Babysache sötted drum nöd eifach irgendwo im allgemeine Notvorrat ligge, sondern zäme als eigeti, schnäll erreichbari Einheit vorbereitet sii.

Pack für mindestens drei Täg e Baby-Notfallbox. Ine ghöred gnueg Windle, Füechttüechli, Waschlappe, Abfallsäck, Wundschutzcrème, Wechselchleider, en Schlafsack, liechti und warmi Decke für unterwegs, altersgrächti Nahrig, Lätzli und die vertraute Sache, wo s Baby beruhiged. Tue e Taschenlampe mit Ersatzbatterie dezue, damit mer i de Nacht nöd direkt näbed em Wickelplatz mit Cherze schaffe muess. Kontrollier Grössene und Ablaufdate regelmässig, will Babys schnäll wachsed und Vorrät suscht unbemerkt nüme passed oder abglaufe chönd.

Wird s Baby gstilled, sött d Mueter gnueg trinke, esse und möglichst Rueh übercho. Stress cha de Milchfluss vorübergehend erschwere, heisst aber nöd automatisch, dass kei Milch meh da isch. Wird Säuglingsnahrig verwendet, isch trinkfertigi Flüssignahrig i chline, ungeöffnete Einzelportione im Notfall besonders praktisch, will si nöd mit Wasser agmischt werde muess. Lagere nume es Produkt, wo s Baby scho verträit. Pulver darf nie mit meh Wasser verdünnt oder mit meh Pulver konzentrierter gmacht werde, nur damit de Vorrat länger längt. Verwänd ausschliesslich sichers Wasser und halt di genau a d Herstellerangabe.

Ohni fliessends Wasser wird s Reinige vo Fläsche und Sauger schwierig. Halt drum sauberi Ersatzfläsche, Einwegbecher oder anderi vom Chinderarzt empfohlni Fütterigshilfe bereit. Wasch oder desinfizier d Händ vor jeder Zuebereitig und mach nume so vill, wie grad bruucht wird. Rest us ere Fläsche, us dere s Baby scho trunke het, ghöred weg, will sich Chime schnäll vermehre chönd. Chüelpflichtigi Nahrig und abpumpeti Muetermilch darf nach eme längere Uusfall vo de Chüelig nöd nume nach Gruch oder Usgseh beurteilt werde. Bi Zweifel an de Sicherheit: entsorge.

Au Temperatuur und Schlafplatz bruuched bsunderi Uufmerksamkeit. Zieh s Baby i mehreri dünni Schichte aa, damit d Chleider eifach chönd apasst werde. Prüef d Wärme im Nacke oder am Oberkörper und vermeid sowohl Uusküehlig wie Überhitzig. Heizgerät mit Brennstoff, Grill, Choleöfe und Stromaggregate dörfed nie i gschlossene Rüüm betribe werde. Zum Schlafe ghört s Baby uf de Rugge, uf e feschti und ebni Unterlag. Losi Chüssi, dicki Decke, Bettfläsche und improvisierti Polster ghöred nöd i de Schlafbereich.

Leg Medikament, Fieberthermometer, Kochsalzlösig, ärztlich verordneti Spezialnahrig und e Kopie vo wichtige Gsundheitsdate zäme bereit. Schreib Chinderarzt, nächsts Spital, Notrufnummere, Allergie, Medikament und bsunderi Bedürfnis uf Papier, will Handy und Internet chönd uusfalle. D Dosierig vo Medikament darf nöd eigenmächtig verändert werde. Atemproblem, ungewöhnlichi Schläfrigkeit, Krämpf, deutligi Zeiche vo Uustrocknig oder hohes Fieber bruuchend medizinischi Hilf.

Bereit au e chliini Täsche für e schnälli Evakuierig vor. Si sött Nahrig, Wasser für d Zuebereitig, Windle, Chleider, e Traghilf, Dokumentkopie und en Zettel mit Kontaktdaten enthalte. Mached i de Familie vorher ab, wer s Baby treit, wer d Täsche nimmt und wohi ihr gönd. En klare Ablauf spart im Dunkle und unter Stress entscheidendi Minute.

Dä Tipp ersetzt kei persönligi Beratig dur en Chinderarzt, e Hebamme oder die zuständige Behörde.

Quelle: Centers for Disease Control and Prevention, Infant and Young Child Feeding in Emergencies Toolkit; Ready.gov, Build a Kit; Weltgsundheitsorganisation, Hiwiis zur Ernährig vo Säuglinge und Chlichind.