Ghana hat am Donnerstagmorgen erneut einen schweren Stromausfall erlebt. Gegen 4:30 Uhr Ortszeit kam es laut Ghana Grid Company Limited, GRIDCo, zu einem größeren Fehler auf der Akosombo–Volta-Übertragungsleitung. Die Störung traf das nationale Verbundnetz und führte innerhalb kurzer Zeit zu Stromunterbrechungen in verschiedenen Teilen des Landes.
Entscheidend war nicht nur der Leitungsfehler. Die Schutzsysteme reagierten automatisch und trennten die Erzeugungseinheiten des Wasserkraftwerks Akosombo sowie einige thermische Kraftwerke vom Netz. Diese Abschaltungen sollen Anlagen und das gesamte Übertragungssystem vor größeren Schäden schützen. Gleichzeitig kann dadurch in Sekunden ein beträchtlicher Teil der verfügbaren Erzeugung ausfallen.
GRIDCo begann unmittelbar danach, die betroffene Leitung zu isolieren und das Stromsystem kontrolliert wieder aufzubauen. Einige Gebiete waren bereits am Morgen wieder versorgt, während die Wiederherstellung andernorts weiterlief. Ein solcher Netzwiederaufbau muss schrittweise erfolgen, weil Spannung und Frequenz stabil gehalten werden müssen. Zu viele Verbraucher oder Erzeuger gleichzeitig wieder zuzuschalten, kann ein geschwächtes Netz erneut destabilisieren.
Auffällig ist, dass Ghana bereits am 29. Juli 2026 eine ähnliche schwere Netzstörung erlebt hatte. Damit ist dies der zweite größere Vorfall innerhalb weniger Wochen. Der aktuelle Fall zeigt, wie kritisch einzelne Hochspannungsverbindungen für die Stabilität eines nationalen Stromnetzes sein können.
Für Haushalte sind die Folgen unmittelbar: Beleuchtung, Kühlschränke, Wasserpumpen, Internet, Mobilfunk, Zahlungssysteme und Betriebe hängen von stabiler Stromversorgung ab. Der Fall zeigt zugleich, warum Schutzsysteme notwendig sind und trotzdem großflächige Unterbrechungen auslösen können. Private Vorsorge sollte deshalb nicht nur auf tagelange Blackouts ausgerichtet sein. Schon mehrere Stunden ohne Strom können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Geladene Powerbanks, Taschenlampen, Trinkwasser, ein Batterieradio und ein Plan für Kommunikation und Kühlung schaffen eine wichtige Reserve.
Quellen: Graphic Online, 20.08.2026; Citi Newsroom, 20.08.2026.
https://www.graphic.com.gh/news/general-news/gridco-on-why-there-is-a-second-nationwide-electric-power-outage.html
https://www.citinewsroom.com/2026/08/gridco-blames-nationwide-power-outage-on-faulty-akosombo-volta-transmission-line/
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20.08.2026
Ghana erneut im Dunkeln: Leitungsfehler löst Kettenreaktion im Stromnetz aus
Ein schwerer Fehler auf der Akosombo–Volta-Leitung hat am 20. August Teile Ghanas vom Strom getrennt. Schutzsysteme schalteten mehrere Kraftwerke automatisch ab.