Bei der Blackout-Vorsorge wird an Wasser, Reis, Konserven und Batterien gedacht – das Futter für Hund oder Katze wird dagegen leicht übersehen. Dabei kann gerade ein längerer Stromausfall die Versorgung erschweren: Geschäfte bleiben geschlossen, Kartenzahlungen fallen aus und gekühltes oder tiefgekühltes Tierfutter kann verderben. Wer Haustiere hat, sollte deshalb einen eigenen Futtervorrat einplanen.
Als praktische Reserve sind mindestens sieben Tage sinnvoll; wer genügend Platz hat, kann für etwa zwei Wochen vorsorgen. Entscheidend ist nicht nur die Menge, sondern dass dein Tier das Futter bereits kennt und verträgt. Ein Blackout ist kein guter Zeitpunkt für einen abrupten Futterwechsel. Berechne den Vorrat anhand der normalen Tagesration und lege etwas Reserve ein. Bei Spezialfutter, Allergien oder tierärztlich verordneten Diäten sollte der Vorrat besonders früh nachgekauft und regelmäßig erneuert werden.
Trockenfutter eignet sich gut für die Notfallvorsorge, wenn es richtig gelagert wird. Die FDA empfiehlt, trockenes Tierfutter und ungeöffnete Dosen kühl und trocken bei unter 80 °F beziehungsweise rund 27 °C aufzubewahren. Lass Trockenfutter möglichst in der Originalverpackung. Sie schützt das Produkt und enthält Chargennummer, Mindesthaltbarkeitsdatum und Herstellerinformationen. Noch besser: Stelle den ganzen verschlossenen Beutel in einen sauberen, dicht schließenden Vorratsbehälter. So schützt du zusätzlich vor Feuchtigkeit, Insekten und Nagern. Schütte neues Futter nicht einfach auf alte Reste im Behälter. Behälter zwischen zwei Packungen reinigen und vollständig trocknen.
Lagere Tierfutter nicht direkt auf einem feuchten Boden, neben Reinigungsmitteln oder an Orten, die sich stark aufheizen – etwa in einem heißen Schuppen, Fahrzeug oder ungedämmten Dachraum. Kontrolliere den Vorrat regelmäßig auf beschädigte Verpackungen, Feuchtigkeit, Schimmel, ungewöhnlichen Geruch und Schädlingsspuren. Nutze das älteste Futter zuerst und ersetze es laufend durch neue Packungen. So entsteht ein rotierender Vorrat statt eines Notlagers, das jahrelang vergessen wird.
Nassfutter in Dosen oder Portionsbeuteln ist ebenfalls sinnvoll, besonders weil es zusätzliche Flüssigkeit enthält. Für einen Blackout sind kleinere Portionsgrößen oft praktischer: Eine geöffnete Dose, die normalerweise gekühlt werden müsste, kann ohne funktionierenden Kühlschrank schnell zum Problem werden. Plane deshalb möglichst Portionen ein, die Hund oder Katze bei einer Mahlzeit oder innerhalb kurzer Zeit vollständig frisst. Angebrochenes Nassfutter darf bei unsicherer Kühlung nicht für später aufgehoben werden.
Vergiss auch das Wasser nicht. Trockenfutter erhöht den Trinkwasserbedarf, und Katzen nehmen häufig einen Teil ihrer Flüssigkeit über Nassfutter auf. Der Wasservorrat für Menschen sollte deshalb nicht einfach ohne zusätzliche Menge für Tiere berechnet werden. Stelle außerdem Näpfe, einen manuellen Dosenöffner und gegebenenfalls Medikamente zusammen mit dem Tier-Notvorrat bereit.
Ein guter Tierfuttervorrat ist unspektakulär: bekanntes Futter, richtig gelagert, regelmäßig rotiert und in einer Menge, die zu deinem Tier passt. Genau das verhindert, dass aus einem Stromausfall zusätzlich ein vermeidbares Versorgungsproblem für Hund oder Katze wird.
Quellen: U.S. Food and Drug Administration (FDA), Proper Storage of Pet Food & Treats; American Veterinary Medical Association (AVMA), Pets and disasters; AAFCO, Product Handling Safety.
Ratgeber
Allgemein
09.08.2026
Tierfutter richtig bevorraten: So lagerst du Hunde- und Katzenfutter für einen Blackout
Auch Hund und Katze brauchen einen durchdachten Blackout-Vorrat. So lagerst du Trocken- und Nassfutter sicher, rotierst den Bestand und vermeidest Verderb ohne funktionierenden Kühlschrank.